Roland Glauner übernimmt Geschäftsführung von Holzbau Deutschland
Der neue Geschäftsführer von Holzbau Deutschland Roland Glauner (links) und sein Vorgänger Rainer Kabelitz-Ciré.
Quelle: Holzbau Deutschland/Rolando Laube
Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Dipl.-Ing. (FH) Roland Glauner die Geschäftsführung der Bundesfachgruppe Holzbau und Ausbau im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Er folgt auf Dipl.-Ing. Rainer Kabelitz-Ciré, der nach 24 Jahren als Geschäftsführer von Holzbau Deutschland in den Ruhestand tritt.
Roland Glauner schloss seine Ausbildung zum Zimmerer im Jahr 2001 in Backnang, Baden-Württemberg, ab. Anschließend studierte er Holzingenieurswesen an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim und schloss sein Studium im Jahr 2007 als Holzbauingenieur ab. Seit 19 Jahren ist Roland Glauner als Referent für Technik und Umwelt bei der Bundesfachgruppe Holzbau tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Holzschutz, Brandschutz, Normungsarbeit, Interessensvertretung und Wissenstransfer.
In der Normungsarbeit zum Holzschutz vertritt er seit 2007 die Interessen des Zimmererhandwerks. Im Gremium zum baulichen Holzschutz DIN 68800-2 wurde er im Jahr 2020 zum Obmann gewählt. In dieser Funktion wirkte er auch als Autor am „Holzschutz: Praxiskommentar zu DIN 68800, Teile 1 bis 4“ mit. Damit wurde die Normungsarbeit in eine umfangreiche, anwendungsorientierte Arbeitshilfe für Praxis und Ausbildung übersetzt. Darüber hinaus engagiert er sich im Wissenstransfer zu technischen Regeln und wirkte bei der Erstellung von technischen Merkblättern und Fachregeln für das Zimmererhandwerk maßgeblich mit.
Roland Glauner sieht eine der zukünftigen Schwerpunktaufgaben von Holzbau Deutschland in der Anpassung des Berufsbildes des Zimmermeisters an den Stand der Technik. „Der Holzbau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eindrucksvoll weiterentwickelt und wird sich weiter verändern. Wir müssen daher den Stand der Technik, beispielsweise die zunehmende Automatisierung, auch in der Meisterausbildung angemessen berücksichtigen. Die fachlichen Kompetenzen der Meisterinnen und Meister sind hierfür entscheidend, denn neue Technologien ermöglichen nur dann eine Steigerung der Produktivität, wenn Fachkräfte sie beherrschen und in die betriebliche Praxis umsetzen können. Zugleich wollen wir die Arbeit unseres Verbandes noch sichtbarer machen.“
Der scheidende Geschäftsführer Rainer Kabelitz-Ciré begann seine berufliche Laufbahn mit einer Zimmererausbildung in Vaterstetten bei München. Anschließend studierte er Bauingenieurwesen an den Technischen Universitäten München und Berlin und schloss sein Studium 1988 als Diplom-Bauingenieur ab. Nach 13 Jahren als Bauingenieur in einem Baukonzern wechselte er im Jahr 2002 zum Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Dort übernahm er die Geschäftsführung der damaligen Bundesfachgruppe der Zimmerer, des Bundesverbands Deutscher Zimmermeister (BDZ), die später in Holzbau Deutschland umbenannt wurde.
Während seiner Amtszeit hat sich das Tätigkeitsfeld des Zimmerer- und Holzbaugewerbes deutlich erweitert. So stieg die Holzbauquote bei Wohngebäuden von 12,3 Prozent im Jahr 2005 auf 24,4 Prozent im Jahr 2025 und bei Nichtwohngebäuden im selben Zeitraum von 14,1 auf 24,9 Prozent. Neben dem klassischen Abbinden von Dachstühlen prägen heute auch mehrgeschossige Wohngebäude und vielfältige Zweckgebäude die Arbeit der Branche. Rainer Kabelitz-Ciré begleitete diese Entwicklung und setzte sich in den Bereichen Technik, Berufsbildung, Arbeitssicherheit und Politik für die Anliegen des Berufsstands ein.